Wandern im Ruhrgebiet – Die schönsten Routen für Tagesausflüge

Entdecke das Ruhrgebiet auf einer dieser Wanderrouten!

Das Ruhrgebiet gilt immer noch als graue Industrieregion mit ihrer Bergbauvergangenheit, geprägt von Hochöfen und alten Zechenanlagen. Doch dass das Ruhrgebiet wunderschöne Seen, Flüsse und Waldgebiete fernab der Industriekultur zu bieten hat, ist den meisten leider fremd.

Auch die Industriekultur selbst ist sehr sehenswert und das Ruhrgebiet hat weitaus mehr zu bieten an geschichtlicher Vergangenheit. Auf den Wanderwegen folgst du teilweise der Geschichte dieser Region oder verlierst dich in unberührter Natur.

Wir haben dir hier ein paar der schönsten und abwechslungsreichsten Wanderwege rausgesucht – einen davon sogar direkt an unserem Standort in Essen.

Baldeneysteig in Essen – Abwechslungsreicher Wanderweg direkt am See

27 km – 600 Höhenmeter – sehr gute Kondition erforderlich – 7h Rundweg – Highlights: Korte Klippe & Baldeneysee

Baldeneysteig in Essen
Allee am Baldeneysee in Essen

Der abwechslungsreiche Rundweg startet an verschiedenen Stellen. Optimal bietet es sich aber an, an der Stauwehr zu parken. Von hier hast du direkt einen fantastischen Ausblick auf den Baldeneysee.

Am besten gehst du den Baldeneysteig entgegen dem Uhrzeigersinn. Der Wanderweg ist super ausgeschildert – du brauchst dir also keinesfalls Sorgen machen, dass du vom Weg abkommst. Zunächst führt der Weg durch eine schöne Siedlung und über einen Friedhof, bis du schließlich zu einem wundervollen Waldabschnitt gelangst. Aus dem Wald hinaus hast du einen tollen Blick über den See und folgst anschließend einigen Feldern, bis es allmählich bergab zum Ufer des Sees geht.

Hier bleibst du allerdings nicht lange, da sich der Weg wieder leicht hinauf ins Unterholz schlängelt. Zum Ende dieser Etappe folgst du einer Neubausiedlung zurück zum Baldeneysee, den du anschließend überquerst. Auf der Brücke sind viele Bänke, die zum Verweilen einladen. Hier ruhst du dich etwas aus und genießt den Ausblick, bevor es weiter geht.

Nun geht es erst einmal entlang des Sees weiter – zunächst durch das Vogelschutzgebiet Heisinger Bogen. Dieses Gebiet bietet Zugvögeln Rast und beheimatet seltene Vogelarten. Nach einiger Zeit führt dich der Weg die Klippen hinauf. Ein beliebter Abstecher und wunderschöner Aussichtspunkt ist die Korte Klippe. Von hier aus bestaunst du das Panorama über den gesamten Baldeneysee.

Der Weg schlängelt sich Berg auf, Berg ab und du gelangst zur Villa Hügel – der einstige Wohnsitz der Familie Krupp. Die Villa und der umliegende Park können besichtigt werden. Anschließend geht es durch den wunderschönen Kruppwald, der allein schon ein schönes Ausflugsziel darstellt. Du überquerst die Bundesbahn 224 und gelangst von hier in den Heissipark, wo es ein Wildgehege gibt. Zuletzt führt dich ein Weg bergab zurück zu deinem Ausgangspunkt.

Hohe-Mark-Steig: Etappe 5 – Von Haltern am See nach Oer-Erkenschwick

22 km – 240 Höhenmeter – gute Kondition erforderlich – 5,5 h Gehzeit – Highlights: Westruper Heide & die Haard

Westruper Heide am Hohe Mark Steig
Westruper Heide in Haltern am See

Der Fernwanderweg Hohe-Mark-Steig verläuft auf 150 km von Wesel bis nach Olfen. Im nördlichen Ruhrgebiet im Kreis Recklinghausen liegt Haltern am See. Der See selbst ist auch ein wunderschönes Ausflugsziel – doch ist dieser nicht unser Hauptaugenmerk. Der Steig kreuzt nämlich auf der Strecke die Westruper Heide und die Haard. Wir empfehlen, diese Wanderung Mitte August zu machen. Dann blüht die Heidenlandschaft und tränkt alles in ein leuchtendes violett.

Der Weg startet direkt am Halterner Stausee. Entlang der Bundesbahn 58 (Hullerner Straße) gibt es zahlreiche Parkplätze. Da dies kein Rundweg ist, solltest du dich gegebenenfalls hier absetzen lassen.

Der Hohe-Mark-Steig ist mit pinken Beschilderungen bestens markiert. Diese Markierungen folgen dem See zunächst in östlicher Richtung und leiten dich direkt zum Highlight dieser Tour – in die Westruper Heide. Diese Heidenund Dünenlandschaft ist definitiv einen Besuch wert. Infotafeln informieren über die Heidenlandschaft und an den Aussichtspunkten lässt du deinen Blick schweifen.

Überquerst du nun die Hauptstraße, führt dich der Weg in einen Waldabschnitt, bevor du den Wesel-Datteln-Kanal kreuzt. Nachdem du durch den kleinen Ort Flaesheim gelaufen bist, gelangst du zum zweiten Highlight der Route. Die Haard ist ein wunderschönes Waldgebiet mit einem sehr gut ausgebauten Wegenetz.

Der Wanderweg geleitet dich zum Rennberg (138 m), auf dem ein Feuerwachturm steht. Von der Aussichtsplattform hast du bei gutem Wetter einen fantastischen Rundumblick über die Landschaft bis hin ins Münsterland sowie Ruhrgebiet.

Ab hier folgst du den Wegweisern entlang durch die südliche Haard mit ihren wundervollen Pfaden, moosbewachsenen Bäumen und Farnen am Wegesrand. Allmählich neigt sich diese Etappe des Hohe-Mark-Steiges dem Ende zu, am Wanderparkplatz Haardgrenzweg endet diese Tagestour. Im Ruhrgebiet wandern zu gehen kann also auch sehr erholend fernab des Trubels sein.

„Halden-Hügel-Hopping“: Neue Horizonte und das vergessene Tal

16 km – 336 Höhenmeter – gute Kondition erforderlich – 5,5 h Gehzeit – Highlights: Zeche Ewald & Halde Hoheward

Halde Hoheward Ausblick
Zeche Ewald an der Halde Hoheward in Herten

Hast du Lust, etwas über die Industriekultur des Ruhrgebiets zu erfahren und möchtest etwas mehr in die Bergbaugeschichte eintauchen? Im nördlichen Ruhrgebiet erstreckt sich eine echte „Haldenlandschaft“ von Bottrop bis nach Castrop-Rauxel. Wandern im Ruhrgebiet und Bergbaugeschichte werden hier also vereint.

Die 12 erstellten Touren durch das Ruhrgebiet können auch mit einem persönlichen Guide oder aber per App begleitet werden. Wir wollen euch heute die Neue Horizonte und das vergessene Tal-Strecke vorstellen.

Die Route startet am Besucherzentrum Hoheward and der gleichnamigen Zeche, wo du der Ewaldpromenade bis zum angelegten Mondsee folgst. Von hier aus geht es erst einmal nach oben auf die Halde Hoppenbruch, auf der ein Windrad steht. Oben hast du einen schönen Panoramablick auf das gesamte Ruhrgebiet und bei gutem Wetter entdeckst du beispielsweise das Tetraeder in Bottrop oder aber das Deutsche Bergbau-Museum Bochum mit dem Förderturm.

Danach wanderst du in Richtung Halde Hoheward bis zur Höhe des Promenadenweges, der sich auf ca. 5,5 km um die Halde schlängelt und mit mehreren Balkonen die Besucher zum Verweilen einlädt. Auf dieser Ebene bleibst du aber nicht lange, sondern folgst du gleich danach dem Weg zur Sonnenuhr Hoheward, auf der du die aktuelle Uhrzeit ablesen kannst.

In Serpentinen geht es anschließend zur Drachenbrücke hinab, die – wie der Name schon sagt –, einem Drachen gleicht. An der Hohewarder Nordwand führen dich 529 Stufen hinauf zum Horizontobservatorium. Bergab gelangst du zum Tunnelportal Nord. Hier fuhr früher die Zechenbahn. Anschließend folgst du dem Weg zurück in Richtung Zeche Ewald. Hier führt eine weitere Treppe bergab – bergauf findest du die Ewaldempore, von der du auch einen beeindruckenden Ausblick auf die Umgebung hast.

Hast du jetzt auch Lust auf eine schöne Wanderung durch das Ruhrgebiet bekommen? Wie du siehst, scheint das Wandern im Ruhrgebiet sehr abwechslungsreich zu sein. Denk auf jeden Fall an festes Schuhwerk, Regenkleidung und den richtigen Rucksack. Für Tagestouren empfehlen wir dir den Paddington 30. Dieser Rucksack hat ein verstellbares Rückensystem, damit er für dich bequem sitzt und praktischerweise ist eine Regenhülle direkt integriert.